Wir fordern Krippenplätze für alle!



Mittels einer Verfassungsänderung sollen Bund und Kantone für «qualitativ gute und unentgeltliche Angebote der Förderung und Betreuung für Kinder ab vier Monaten» sorgen. Die Berufstätigkeit und damit die Unabhängigkeit einer Frau dürfen nicht davon abhängen, ob sie eine verfügbare und finanzierbare Betreuung für ihre Kinder finden kann! Ein in der Verfassung verankertes Anrecht auf einen Kitaplatz bietet auch den Kindern mehr Chancengleichheit. Wir fordern den Bundesrat dazu auf, entsprechende Massnahmen zu ergreifen.

 

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UNSERE ARGUMENTE

Erwerbsarbeit: Ein Recht und eine Notwendigkeit

Die ausserhäusliche Erwerbsarbeit ist für Frauen einerseits ein hart erkämpftes Freiheitsrecht, welches ihr ökonomische Unabhängigkeit garantiert. Andererseits ist sie auch für viele Familien, insbesondere für alleinerziehende, eine Notwendigkeit.

Frauen sind Teil der Gesellschaft

Viele Frauen sind hervorragend ausgebildet. Sie wollen aktiv an der Gesellschaft teilhaben. Es ist zudem volkswirtschaftlich problematisch, wenn Frauen vom Arbeitsmarkt fernbleiben. Die Wirtschaft ist auf weibliche Arbeitskräfte angewiesen.

Ein Problem, das viele Frauen betrifft

Rund 70 Prozent der Frauen haben Kinder, und dieser Nachwuchs will betreut werden. Nach wie vor übernehmen hauptsächlich Frauen diese Betreuungsarbeiten, obwohl es sich dabei auch um eine gesellschaftliche Aufgabe handelt.

Arbeit muss sich lohnen

Krippenplätze sind in der Schweiz oft zu teuer. Dies führt dazu, dass viele Frauen auf die Fortsetzung ihrer Berufstätigkeit entweder ganz oder weitgehend verzichten, da sie sich für sie nicht lohnt.

Krippenplätze gegen die Altersarmut

Rund 80 Prozent der Männer arbeiten Vollzeit, rund 60 Prozent der Frauen arbeiten Teilzeit, oft zu niedrigen Löhnen. Dies hat deutliche Folgen für die spätere Altersrente. Frauenrenten sind heute etwa 40% tiefer als Männerrenten.

Mehr Ausgleich zwischen den Regionen

Krippenplätze sind in der Schweiz sehr ungleich verteilt und unterschiedlich teuer. Im Kanton Genf etwa beträgt der Kita-Versorgungsgrad 29 Prozent, im Kanton Appenzell Innerrhoden drei Prozent. Ein in der Verfassung verankertes Recht auf einen Krippenplatz würde hier einen Ausgleich schaffen.

Chancengleichheit für Kinder

Für Kinder bedeutet ein in der Verfassung garantiertes Recht auf einen qualitativ guten und unentgeltlichen Krippenplatz Integration und Chancengleichheit.

Aufwertung der Arbeit von Kinderbetreuenden

Mitarbeitende in Kinderkrippen leisten eine wichtige und anspruchsvolle Arbeit. Ihnen vertrauen wir unsere Kinder an. Sie sollen dafür gut entlöhnt werden und zu fairen Bedingungen arbeiten können. Es braucht grosszügige Betreuungsschlüssel und genügend Personal in Kinderkrippen. Auch dafür ist eine umfassende, öffentliche Subventionierung vonnöten.

Für mehr Informationen geht es hier zum Appell für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung der schweizerischen UNESCO Kommission und des «Netzwerk Kinderbetreuung».

Hier findest du unsere Argumente als PDF zum Ausdrucken.