Wir sind die SP Frauen*


SP60+, SP Frauen*, SP Migrant:innen und JUSO fordern gemeinsam: Rauf mit den AHV-Renten!

Von Gina La Mantia, 28. August 2021

Am heutigen Parteitag der SP Schweiz in St. Gallen haben die SP60+, die SP Frauen*, die SP Migrant:innen und die JUSO gemeinsam eine Resolution präsentiert, mit der sie sich dezidiert gegen jeglichen Rentenabbau, gegen eine Erhöhung des Rentenalters für Frauen und gegen ein finanzielles Aushungern der AHV stellen. Der Parteitag hat der Resolution zugestimmt und damit auch beschlossen, das Referendum gegen die Vorlage AHV 21 zu ergreifen, sollte diese nicht substantiell verbessert werden.

Die enge Zusammenarbeit der vier SP-Organe, vertreten durch Christine Goll, Martine Docourt, Yvonne Apiyo Brändle-Amolo und Ronja Jansen macht klar: Das Problem einer ungenügenden Altersvorsorge, insbesondere für Frauen, ist intersektional und generationenübergreifend. Gemeinsam rufen sie deshalb auch zur Teilnahme an der nationalen Kundgebung des SGB am Samstag, 18. September in Bern auf. Ein Rentenabbau bei der AHV ist inakzeptabel!

SP60+-Präsidentin Christine Goll stellte klar: «Die Altersvorsorge verzeiht nichts: Tiefe Löhne, Teilzeitarbeit und unbezahlte, aber gesellschaftlich notwendige Arbeit führen zu einer schlechteren Absicherung in der Altersvorsorge. Ein Altwerden in Würde und finanzieller Sicherheit für alle darf aber kein Lippenbekenntnis bleiben – darum fordern wir endlich existenzsichernde AHV Renten!»

«Die AHV bietet für die 99% das beste Preis-Leistungsverhältnis in der Altersvorsorge», erklärte JUSO-Präsidentin Ronja Jansen. «Sie entlastet uns Junge. Dank der AHV können wir die Sorge für unsere Eltern und Grosseltern solidarisch angehen und sind nicht auf uns alleine gestellt.»

Yvonne Apiyo Brändle-Amolo, Geschäftsleitungsmitglied der SP Migrant:innen hob hervor: «Immer mehr Migrantinnen sind in der Betreuung von älteren Menschen und Kindern tätig – und dies oft unter prekären Arbeitsbedingungen. Sie haben keine Chance, eine zweite Säule aufzubauen und sind darum häufig auf Ergänzungsleistungen angewiesen.»

«Die Anliegen der Frauen wurden bei dieser Vorlage schlicht übergangen, die soziale Realität ausgeblendet. Eine Revision der AHV auf dem Buckel der Frauen werden wir vehement bekämpfen», betonte Martine Docourt, Co-Präsidentin der SP Frauen*. «Frauen und Frauenorganisationen müssen mit an den Verhandlungstisch eingeladen werden. Unsere Anliegen müssen aufgenommen werden!»