Wir sind die SP Frauen*


  • Quelle: P.S. die linke Zürcher Zeitung, Beitrag von Andrea Sprecher

    Es gibt vieles, das so alt ist wie die Menschheit, besonders aber die Lüge. Und dabei meine ich noch nicht einmal die grossen Betrügereien, sondern die eher kleinen. Soziologinnen und Soziologen wissen es ganz genau, beispielsweise dann, wenn sie nach der Häufigkeit von Fernsehkonsum und Beischlaf fragen. Dort werden sie mit schöner Regelmässigkeit umgekehrt proportional angelogen, so dass man den Eindruck gewinnen muss, dass das Fernsehen getrost abgeschafft werden könnte, da sich die grosse Mehrheit der Menschen in jeder freien Minute im Bett herumtreibt. Aber auch anderswo finden sich Lügen. Die einen haben das Mail ganz sicher nicht erhalten, die anderen wissen ehrlich nichts von der Doodle-Umfrage und das SMS – verschollen. Wir lügen uns ein wenig durch den Alltag, sozial anerkannt, es geht ja allen gleich. Und es ist ok. Artikel lesen…

  • Quelle: „Links“. April 2019, Artikel von Natascha Wey

    Die Schweiz belegt einen traurigen Spitzenplatz: Nur wenige Länder in Europa weisen eine derart hohe Waffendichte auf. Dies ist äusserst problematisch, denn die Wahrscheinlichkeit von Selbsttötungen und tödlichen Fällen häuslicher Gewalt ist in Haushalten mit Schusswaffen deutlich erhöht. Nicht zuletzt deswegen erarbeiteten Bundesrat und Parlament 1998 erstmals ein Waffengesetz auf Bundesebene. Dank sukzessiver Verschärfungen konnte die Anzahl Schusswaffen-Suizide und Schusswaffen-Tötungen seit damals mehr als halbiert werden. Trotz diesen eindrücklichen Zahlen hat die Waffenlobby jede Missbrauchsbekämpfung durch den Bund zu verhindern versucht. Artikel lesen…

  • Quelle: eSPress Nr. 13, Beitrag von Nadine Masshardt

    Eines vorweg: Die Waffenrechtsvorlage geht mir zu wenig weit. Es fehlt darin ein absolutes Verbot des Privatbesitzes automatischer und halbautomatischer Waffen. Die Anpassungen, über die wir am 19. Mai abstimmen, führen nicht zur vollständigen Registrierung aller Waffen und es werden auch keine obligatorischen psychologischen Tests für den Waffenkauf eingeführt. Die einzigen sicherheitsrelevanten Änderungen sind die Kennzeichnung aller wesentlicher Waffenbestandteile, damit deren Herkunft besser bestimmt werden kann; der verbesserte Informationsaustausch der Schengen-Staaten; und das «Verbot» sowie die Nachregistrierungspflicht von halbautomatischen Waffen mit grossem Magazin. Trotz „Verbot“ dürfen diese Waffen (z.B. das Sturmgewehr) freilich weiterhin im Schiesssport eingesetzt werden. Wer also aus beruflichen Gründen, als Sportschützin oder Jäger wirklich ein Sturmgewehr braucht, wird dieses auch nach der Anpassung unseres Waffenrechts an die neue Waffenrichtlinie der EU problemlos erhalten. Artikel lesen…