Migrantinnen



Migrantinnen stehen für unterschiedlichste Wirklichkeiten: sie üben verschiedenste Tätigkeiten aus, verfügen über zahlreiche Qualifikationen und Fähigkeiten und bringen höchst verschiedenartige Erfahrungen mit sich. Dieses grosse Potenzial kommt aber vielfach kaum zum Tragen. Vielmehr sehen sich die meisten Migrantinnen mit einer doppelten Diskriminierung konfrontiert: Sie werden als Migrantin und als Frau weniger wahrgenommen und bekommen weniger Chancen sich einzubringen, mitzureden und mitzubestimmen. Ihr Zugang zu Arbeit, Bildung und Politik ist ungenügend. Migrantinnen werden oft vergessen oder als passiv dargestellt, wenn über eine inklusive Gesellschaft gesprochen wird. Für viele entsteht so das Gefühl der Unsichtbar- und Unhörbarkeit. «Man redet über uns, aber nicht mit uns», ist eine verbreitete Erfahrung von Migrantinnen in der Schweiz. Umso wichtiger ist es für die SP MigrantInnen, den Frauen unter der Migrationsbevölkerung eine starke politische Stimme zu geben und deren Würde, deren Rechte und Potenzial ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken: Unabhängig von der sehr unterschiedlichen Ausgangslage haben alle Frauen in der Migrationsbevölkerung ein Potenzial, das es wahrzunehmen gilt und das sie in aller Unabhängigkeit weiterentwickeln wollen.

Hier geht es zum Positionspapier zur Gleichstellung der SP Migrantinnen Schweiz vom 18. Mai 2019