Wir sind die SP Frauen*


AHV 21 – ein Affront gegenüber Frauen

Von Gina La Mantia, 9. Juni 2021

Medienmitteilung der SP Frauen* vom 9. Juni 2021

Der heutige Entscheid des Nationalrates zur AHV 21 ist ein Affront gegenüber den Frauen in diesem Land. Zwei Jahre nach dem Frauenstreik und trotz der über 300’000 übergebenen Unterschriften gegen einen Rentenabbau auf Kosten der Frauen, werden mit der heute beschlossenen Reform die Frauen um ihre Rente geprellt. Die SP Frauen* werden dieses Vorhaben vehement bekämpfen und ein Referendum tatkräftig unterstützen.

„Durch die Lohndiskriminierung, die schlechte Bezahlung von so genannt „typischen Frauenberufen“ und die unentgeltlich geleistete Care-Arbeit weisen Frauen jährlich eine Einkommenslücke von rund 100 Milliarden Franken auf“ erklärt Nationalrätin und Co-Präsidentin der SP Frauen* Tamara Funiciello. „Ihre Renten sind bereits jetzt um einen Drittel tiefer als die der Männer. Frauen sind überdurchschnittlich oft von Altersarmut betroffen, und dies nach einem arbeitsreichen Leben im Dienste der Gesellschaft. Und was macht das Parlament? Baut Renten ab! Das ist nicht nur ein Affront an die Frauen, das ist ein Affront an die arbeitende Bevölkerung in diesem Land – und wir werden jeden Rentenabbau, sei es von Frauen oder von Bauarbeitern, vehement bekämpfen!“

„Die feministische Bewegung und der Frauenstreik sprechen eine deutliche Sprache. Wir wollen einen Paradigmenwechsel, wir wollen Geld, Zeit und Respekt für Frauen“ unterstreicht Martine Docourt, Co-Präsidentin der SP Frauen*. „Eine existenzsichernde Rente, welche ein würdiges Alter gerade für Frauen ermöglicht, wäre ein wichtiger Aspekt davon. Die Politik hat es verpasst, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Wir werden diese Vorlage Seite an Seite mit den Gewerkschaften und der feministischen Bewegung bekämpfen.“

Die SP Frauen* fordern für zukünftige AHV Revisionen, dass Frauen und Frauenorganisationen mit an den Verhandlungstisch eingeladen werden, denn sie sind überdurchschnittlich stark davon betroffen. Frauenanliegen müssen gehört werden! Um diese und andere Forderungen zu unterstreichen, rufen sie auf, sich am 14. Juni dem Frauenstreik anzuschliessen.